MISSION

Das rasante Bevölkerungswachstum, Staus in den Städten sowie der Klimaschutz fordern ein Umdenken beim Mobilitätsverhalten. Neben der Ökologisierung der Verkehrssysteme werden völlig neue Mobilitätskonzepte nötig sein.
Eine mögliche Lösung heißt: Urban Air Mobility.

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NEWS

XY. Dezember 2020

Flugtaxi EHANG 216 absolvierte Erstflug in Linz

 
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PROJECT LINZ

Urban Air Mobility umfasst Luftmobilitäts-konzepte innerhalb und zwischen Städten. Das Ziel der vereinbarten Zusammenarbeit zwischen EHang, FACC und LINZ AG ist die Simulation echter Passagierflüge und Gütertransporte mit autonomen Airtaxis im städtischen Umfeld. 

Im Stadtgebiet Linz soll eine geeignete Teststrecke inklusive Landeplätzen definiert werden. Die Errichtung ist für 2021 geplant.

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PARTNER

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Die Nutzung des Luftraums wurde im Personennahverkehr bisher kaum beansprucht. Nichtsdestotrotz kann die
3. Verkehrs-Dimension schon in diesem Jahrzehnt zur Lösung der städtischen Verkehrsprobleme beitragen.
 

Robert Machtlinger, CEO von FACC

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KONTAKT
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Was ist das Urban Air Mobility Project?


Das URBAN AIR MOBILITY PROJECT ist eine offene Plattform für alle, die sich für das Thema interessieren, um gemeinsam die Zukunft der Mobilität voranzutreiben. Initiiert von EHang, FACC, 4GAMECHANGERS/ProSiebenSat.1 PULS 4. Im Mai 2019 wurde mit der Linz AG eine Vereinbarung unterzeichnet, die weitere Entwicklungsschritte ermöglichen wird.




Wie muss man sich einen Air Taxi Flug in der Stadt vorstellen?


Flugtaxi-Landeplätze werden in unseren Städten verteilt sein. Sie sind Knotenpunkte, idealerweise mit Warteeinrichtungen für Passagiere und Ladeeinrichtungen für die Flugtaxis. Hier kann man bequem aus- und einsteigen. Vorausschauende Verkehrsmanagement-Systeme stellen sicher, dass Flugtaxis den Passagieren auf Nachfrage zur Verfügung stehen. Solch intelligente Systeme, die mittels App bedienbar sind – wie man es beispielsweise von UBER kennt – können prognostizierte Nachfragen antizipieren und damit planen, an welchen Landeplätzen mehr Passagieraufkommen stattfinden wird.

Ein super Einsatzgebiet sind z.B. Flughafen-Shuttles. Sie legen Strecken zurück und könnten beispielsweise Passagiere zu planmäßigen Flüge shuttlen. Landeplätze würden sich an strategischen Orten in der Stadt und natürlich um den Flughafen befinden.




Was sind die eigentlichen Challenges aktuell?


Die aktuellen Herausforderungen liegen aber weniger in der technischen Reife der Airshuttles. Diese ist eigentlich die geringste Herausforderung, denn die verschiedenen Flugtaxi-Konzepte und Prototypen sind formidabel in der Lage autonom zu fliegen. Die Einbettung der AAVs in den Luftraum – insbesondere in die städtischen Lufträume ist für die Politik und Verwaltung eine große Challenge! Es braucht eine solide Basis an Standards, Regulierungen und Bestimmungen. Diese sind zwar aktuell in Diskussion und Ausarbeitung, werden aber doch noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.




Wie wird das Projekt finanziert?


Finanziell werden sich alle Projektpartner am Projekt beteiligen, eine genaue Aufteilung erfolgt allerdings auch erst nach dem Testlauf.




Wie ist es möglich, dass wir früher autonom fliegen als autonom fahren?


Weil die Ausgestaltung der Verkehrswege in der Luft deutlich weniger komplex ist, als jene am Boden.




Wer ist FACC und welche Rolle spielt das Unternehmen beim Projekt?


FACC AG (ehemals Fischer Advanced Composite Components) ist ein chinesisch-österreichischer Flugzeugkomponenten-Hersteller mit Firmensitz in Ried im Innkreis, Oberösterreich. Das Unternehmen ist vorwiegend im Bereich der Kunststoffverarbeitung tätig. Entwickelt, entworfen und produziert werden Flugzeuginnenausstattung, sowie Strukturbauteile in Leichtbauweise für internationale Flugzeugproduzenten (wie Boeing, Airbus, Embraer, COMAC oder Bombardier und für Hersteller von Triebwerken wie Rolls-Royce oder Pratt & Whitney). Im Segment des „Urban Air Mobility Projects“ unterstützt FACC bei der Entwicklung der AAVs (Autonomous Aerial Vehicles) mit Hightech-Hardware, Zertifizierung, Produktion und einem weltweiten Aftermarket-Service.




Warum Flugtaxis genau jetzt?


Es sind drei wesentliche Gründe, warum das Konzept der autonomen Flugtaxis genau zum richtigen Zeitpunkt kommt:

Durch den elektrischen Antrieb sind eVTOL (= electrical Vertical take-off and landing) billiger. Der Betrieb eines städtischen Lufttaxis mit Strom ist kostengünstiger als der Betrieb, z.B. eines herkömmlichen Hubschraubers mit Kerosin. Hinzu kommt, dass elektrische Antriebsstränge aufgrund ihrer Einfachheit eher geringe Wartungskosten haben. Mit zunehmender Energie- und Leistungsdichte werden die Fluggeschwindigkeiten und –distanzen von Air Shuttles deutlich zunehmen.

Die autonome Flugtechnologie (AAV) ist der zweite Faktor, der die Betriebskosten senken wird, denn: Piloten sind überflüssig. Der zusätzliche freie Sitz kann in jedem Fahrzeug für Passagiere oder Beladung genutzt werden.

Der Ausbau der 5G-Kommunikationsnetze ist ein technologischer Enabler für die Realisierung von Lufttaxis. Erst 5G lässt jene ultrapräzise Navigation zu, die für die städtische Luftmobilität erforderlich ist.




Wie sieht es mit der Sicherheit aus?


Sicherheit ist wie bei allen Themen in der Luftfahrt ein enorm wichtiges. Das Air Taxi muss extrem sicher ausgelegt sein. Hier kommen Testmethoden aus der Luftfahrt und die viele Erfahrung der FACC als Technologiepartner in der Luftfahrt zum Tragen. Es wurden bereits 7.000 Testflugstunden absolviert, davon 2.000 mit Menschen an Bord.

Um AirTaxis sichtbar „am Schirm“ zu haben, wird es eine Art Transponder an Bord geben. Mit dessen Hilfe können sich Flugtaxis untereinander erkennen. Ergänzend werden die Fluggeräte außerdem mit Sensoren und Kameras ausgestattet sein. Die bisherigen „see and avoid“ Maßnahmen zur Sicherheit im Flugverkehr, werden sich aufgrund des technischen Fortschritts mehr in Richtung des Begriffs „sense and avoid“ (abtasten/ erkennen durch Sensoren und automatisches Ausweichen) wandeln. Technologie wird dazu eingesetzt, automatisiert vor Gefahren zu warnen, Ausweichempfehlungen zu geben und den Flug entlang der Flugroute zu steuern.

Beispiel Vogelschlag: Je nach Größe kann es einen Rotorschaden geben. Die Konstruktion ist hier ein wesentliches Element für die Sicherheit. Denn jeder Motor für jeden Rotor hat eine eigene Batterie, damit ist das System in sich redundant und damit extrem sicher. Selbst wenn 4 von 16 Rotoren ausfallen sollten, kann der EHang immer noch gesteuert werden und sicher am Boden landen. Hinzu kommt, dass die Flüge ja nur 20 Minuten dauern und durch die kurze Flugdauer durchaus auch die Anzahl möglicher Vorfälle sinkt.

Abhängig von den Vorschriften der Behörden kann es sein, dass es in Zukunft einen eingebauten Rettungsfallschirm gibt.




In welcher Höhe wird das Air Taxi fliegen und was ist dabei zu beachten?


Der EHang wird in ca. 300 Meter Höhe fliegen. Da ist man jeglichem Wettergeschehen ausgesetzt. Aktuell fliegen wir nur nicht bei Regen oder Hagel. Tests laufen natürlich bei jedem Wetter und in Zukunft fliegt das Air Taxi auch bei normalem schlechten Wetter.




Wird das nicht extrem laut sein, wenn zig Air Taxis über Linz fliegen?


Natürlich muss das Air Taxi noch leiser werden. Insbesondere für den Betrieb in der Stadt. Aktuell liegen wir bereits bei 65 dB, das ist vergleichbar mit einem Rasenmäher. Das Propellerdesign ist ein wesentlicher Faktor zur Lärmreduktion, wir haben dazu eine Kooperation mit einem spezialisierten Partner. In Stufe 1 wollen wir wesentlich leiser werden, Ziel sind minus 5-10 dB.




Wie sieht es mit der Höchstgeschwindigkeit und Reichweise aus?


Aktuell kann der EHang 216 zwei Personen und etwas Gepäck transportieren, mit einer Höchstgeschwindigkeit von rund 160 km/h. Die maximale Flugdauer beträgt 25 bis 30 Minuten, das entspricht rund 75 km Reichweite, dann muss der EHang 216 wieder „an eine Steckdose“, um seinen Akku aufzuladen.




Welche Rolle spielt die 5G-Technologie?


Um unfallfrei ans Ziel zu kommen, müssen autonom fliegende Lufttaxis natürlich sicher und schnell untereinander und mit der sie umgebenden Infrastruktur kommunizieren. 5G ist die Basis für ein intelligentes Netz mit niedriger Latenz und hoher Bandbreite, das zB. ein zentimetergenaues Starten und Landen ermöglicht. Die LINZ AG-Tochter LIWEST hat die ersten 5G Standorte in Linz errichtet und in Betrieb genommen.





FAQ

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PREMIERE

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